Was hätte ich damals getan und was tun wir heute?

Von Evelin Pannier, Mo. 08. Jul 2019

Die Zeichen und Vorboten in Richtung totalitärer Staat mehren sich. Doch die meisten bekommen von alledem wenig bis gar nichts mit. Dies wirft in Evelin Pannier Gedanken auf, die ihr in der Seele brennen. Sie fragt sich: Was hätte ich eigentlich damals, in der Zeit des Überganges von der Weimarer Republik hinein in die Hitler-Diktatur, getan? Hätte ich auch alles mitgemacht?

Höchst brisante Änderung des Datenschutzgesetzes wird im Bundestag einfach mal so durchgewunken

Neben der über unserem ganzen Land schwebenden nebulosen braunen Dunstwolke voller Schuldzuweisungen gegenüber Bürgern mit „falschen Gedanken“ und den aktuellsten Bekenntnissen des Bundespräsidenten zu linksextremistischen Kräften, die auf Rechtsstaatlichkeit pfeifen, ließen mich jüngst zwei Begebenheiten hochschrecken: Zum einem dass Bundeskanzlerin Merkel einen Grundrechte-Entzug als „Ultima Ratio“ nicht ausschließt, zum anderen, das verfassungswidrige und selbstherrliche Durchwinken eines Gesetzesentwurfes zur Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes durch die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth. Und diese Änderung hat es in sich.

Es geht um nichts Geringeres, als die Erteilung der Legitimation für die Zusammenarbeit zwischen Staat und den bereits agierenden denunziatorischen Soros-finanzierten Stiftungen und Gesinnungsfabriken und anderen linksextremistischen Feinden des freiheitlich-demokratischen Nationalstaates, mit dem Ziel, jegliche Opposition auszuschalten. Es heißt wörtlich:

„(…) Ferner werden durch die Änderungen im Bundesdatenschutzgesetz unter anderen die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sensible Informationen durch zivilgesellschaftliche Träger im Rahmen von Deradikalisierungsprogrammen verarbeitet und im Einzelfall an die Sicherheitsbehörden weitergegeben werden können.“

Das hat eine neue Qualität!

Die Vorboten des nächsten totalitären Staates

Ich kann nicht verstehen, dass der inzwischen schon so greifbare Umbau unserer Gesellschaft von so Vielen, die in ungeahnter Weise davon aufs Schlimmste betroffen sein werden, nicht wahrgenommen wird, dass sie die Vorboten eines totalitären Staates nicht erkennen. Mal sehen, was mir ohne Recherche einfällt:

  • die Geldvernichtungspolitik der EU,
  • Komplette Abschaffung des Bankgeheimnisses und neue Bargeldobergrenzen,
  • neues Polizeigesetz in Bayern als Pilotprojekt zur Totalüberwachung der Bürger, inkl. Unendlichkeitshaft,
  • „präventive Aufstandsbekämpfung“,
  • Gesetz für die Dauerüberwachung von Fahrzeugen (ECall),
  • NetzDG-Zensur,
  • anlasslose Massenüberwachung,
  • Gesichtsscanner und gleichzeitiges Tracking,
  • gesetzl. Änderung, welche Zwangseinweisungen und -behandlungen psychisch Kranker ermöglicht,
  • „präventive“ Weiterleitung von Flugdaten und Kreditkartendaten,
  • Schwächung des Archivgesetzes,
  • Verlust von Informationsfreiheit usw. usf.

Nun will man unliebsamen Oppositionellen die Grundrechte entziehen und Bundeskanzlerin Merkel schließt einen Bürger- und Menschenrechte-Entzug als „Ultima Ratio“ bei „falschen Gedanken“ nicht aus.

Immer öfter frage ich mich, wie es wohl gewesen sein, wie es angefühlt haben muss, in der Zeit des Überganges von der Weimarer Republik bis hinein in die Hitler-Diktatur gelebt zu haben. Nein, nicht als jemand, der die Manipulation des Volkes durch die aufstrebenden Kräfte begriff, den Mund aufmachte und sich dagegen zur Wehr setzte, solange es ging, sondern als Teil der großen euphorisierten Masse des deutschen Volkes.

Was hätte ich damals getan und was tun wir heute?

Hätte ich den Kopf in den Sand gesteckt, mich verzückt dem Volksempfänger hingegeben und die schleichenden, die Freiheit eliminierenden Gesetzesänderungen als positive Veränderung zur Kenntnis genommen? Hätte ich sie überhaupt zur Kenntnis genommen? Hätte ich mich auch dazu hinreißen lassen, mich plötzlich von meinem Lebensmittelhändler um die Ecke oder vom klugen befreundeten Inhaber meiner geliebten Buchhandlung schräg gegenüber, die beide meinen Alltag mitprägten, zu distanzieren, sie zu meiden, ja mit ihnen zu brechen, weil sie nicht mit den Wölfen heulten oder weil sie in der falschen Partei oder weil sie einfach nur Juden waren? Hätte ich mich von den Töchtern und Söhnen, mit denen ich befreundet war, entfreundet?

Und besorgte Deutsche in meinem Umfeld, die anders dachten und Hitlers Politik verabscheuten, hätte ich solche an den Blockwart in meinem Haus, an die Leitung des Betriebes, der Schule, des Sportverbands usw. verpetzt? Hätte ich die groß angelegten propagandistischen Regierungsprogramme „im Kampf gegen Volksschädlinge“, also gegen die politisch gegen das System Aufbegehrenden und gegen die jüdische Bevölkerung, unterstützt? Wäre ich freiwillig bei Aufmärschen und Fackelzügen dabei gewesen, weil die Mehrheit es ja tat und noch viel mehr dazu applaudierten? Wenn wir mehr sind, muss es doch richtig sein! Hätte ich das gedacht? Hätte ich auch mitgeklatscht und nachgetreten, wenn ein NSDAP-naher strammer Deutscher, der in meinem Ort Bürgermeister werden wollte, es Julius Streicher gleichgetan und einen meiner unbescholtenen Nachbarn übel nachgeredet hätte?

Hätte ich zu jenen Deutschen gehört, deren Lebensstandard sich unter Hitler merklich verbesserte und die sich deshalb systemkonform verhielten, auch für eine vermeintlich bessere Zukunft ihrer Kinder, obwohl sie die menschenverachtenden unheilvollen propagandistischen Parolen der NSDAP nicht ignorieren konnten? Hätte ich mir insgeheim oder gar öffentlich auch ins Fäustchen gelacht, wenn ein SA-Schlägertrupp einen meiner Mitmenschen aufgesucht hätte, der politisch anders dachte? Hätte ich mir 1933 als Student in der Wärme der Flammen meine Hände gerieben, am lichterloh brennenden Bücher-Scheiterhaufen großer Denker, Humanisten, Literaten und Philosophen?

Hätte ich als Kunstliebhaberin den Vertretern des NS-Kultur- und Kunstbetriebes beigepflichtet, dass viele weltberühmte Werke namhafter Künstler als entartet bewertet und aus den Galerien entfernt werden müssen und der Vernichtung preisgegeben werden sollen? Hätte sich mein Blick dem aufkommenden Zeitgeist derart angepasst? Fragen über Fragen. Hätte ich überhaupt irgendetwas bemerkt? Hätte ich jenem moralisch-geistig verlorenen Teil der Menschheit angehört, der meinte, nun endlich in seinem Menschsein gehört zu werden, wenn er dem großen Führer folgt? Hätte ich zu jenen gehört, die nicht verstehen konnten (und jenen, die heute nicht verstehen können), was Anatole France bereits vor hundert Jahren sagte:

„Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit.“

Was hätte ich damals getan? Und was tun wir heute?

Great news! Nach Slowenien jetzt auch Österreich -Privatisierung des Trinkwassers ist verfassungsrechtlich verboten!

Slowenien war das erste europäische Land, das das Recht auf Wasser in seine Verfassung aufnahm. Doch Slowenien ist nicht mehr allein, denn jetzt hat es auch die Interimsregierung in Österreich geschafft, sodass eine Privatisierung des Trinkwassers künftig verfassungsrechtlich verboten ist.

Eigentlich sollte es doch normal sein, dass Trinkwasser in die Verfassung aufgenommen wird, doch das ist es nicht! In Europa wurde nicht nur Griechenland gezwungen, sein Wasser zu privatisieren, sondern auch Portugal. Wollen Länder Kredite von der Weltbank oder IWF – dann ist eine der Bedingungen, dass das Land das Wasser privatisiert!

Um das zu verhindern, muss in der Verfassung eine Landes stehen, dass die Privatisierung des Trinkwassers verboten ist. Uruguay stoppte bereits 2004 so die Privatisierung des Wassers. 2014 folgte Ecuador und bestätigte mit einem Gesetz das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht.

Wasserressourcen sind öffentliches Gut, das vom Staat verwaltet wird. Sie werden vorrangig und dauerhaft dazu verwendet, die Bürger und Haushalte mit Trinkwasser zu versorgen. Sie sind keine Handelsware! Genau so muss es in der Verfassung stehen!

Österreichs Interimsregierung hat damit für die Bevölkerung einen sehr wichtigen Schritt getan, denn auch in Österreich sollte das „blaue Gold“ verkauft werden.

Wasser soll in Österreich nicht privatisiert werden. Dies wurde Dienstag, den 02. Juli 2019 vom Nationalrat in die Verfassung geschrieben. Anlass der Gesetzesinitiative war, dass der damalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im „Ibiza-Video“ über eine Wasser-Privatisierung philosophiert hatte.

Konkret lautet die Formulierung: „Die Republik Österreich (Bund, Länder und Gemeinden) bekennt sich zur Wasserversorgung als Teil der Daseinsvorsorge und zu ihrer Verantwortung für die Sicherung deren Erbringung und Qualität, insbesondere dazu, das öffentliche Eigentum an der Trinkwasserversorgung und die Verfügungsgewalt darüber im Interesse von Wohl und Gesundheit der Bevölkerung in öffentlicher Hand zu erhalten.“

Es waren turbulente Tage in Österreich, nachdem der Ibiza-Skandal bekannt wurde und zum Sturz von Kanzler Sebastian Kurz führte. Seitdem ist die Verfassungsrichterin Brigitte Bierlein die erste Kanzlerin Österreichs. Im September gibt es Neuwahlen. Bis dahin übernimmt Kanzlerin Bierlein mit einem Team aus Experten die Geschäfte. Dass Österreich dieses Team gut tut, zeigt nicht nur das Totalverbot von Glyphosat, sondern auch die Verankerung in der Verfassung, dass die Privatisierung des Trinkwassers künftig untersagt ist.

Slowenien war das erste europäische Land, das 2016 das Recht auf Wasser in seine Verfassung aufnahm. Die Initiative zu diesem Artikel in der Verfassung kam von Miro Cerar, dem damaligen Premierminister der Zentrum-Links-Regierung. Er hatte die Gesetzesvorlage vorangetrieben, die besagt, dass das Land mit seinen 2 Millionen Einwohnern „Wasser – das flüssige Gold des 21. Jahrhunderts – mit oberster Priorität schützen sollte“. Slowenien hat es richtig gemacht, denn es war das erste europäische Land, das das Recht auf Wasser in seine Verfassung aufgenommen hat: „Wasserressourcen sind öffentliches Gut, das vom Staat verwaltet wird.“ Schon Bolivien, bekannt durch den „Wasserkrieg“, musste erleben, dass eine der Bedingungen für neue Kredite durch die Weltbank die Privatisierung des Wassers war, und hat dieses mit einer Revolution rückgängig gemacht.

Süßwasser ist ein globales Gemeinschaftsgut, für dessen Erhalt und nachhaltige Nutzung die internationale Staatengemeinschaft Sorge tragen muss. Meint man, denn schon lange ist es in den Händen einiger Weniger, die einfach das kostbare Gut „geraubt“ haben. Will ein Land Kredite durch die Weltbank, ist eine der Bedingungen die Privatisierung des Wassers.

Es sind Strukturen, die man nur bei der Mafia vermuten würde. Bereits 2003 empfahlen sogenannte Experten, dass öffentliche Stellen für die Investitionen der Wasserkonzerne bürgen sollen. Bedeutet: Die Wasserkonzerne verdienen Milliarden Euro und bürgen wird der „kleine“ Steuerzahler. Erschreckend, oder?

Vor 10-20 Jahren erhob sich eine Welle der Privatisierung unserer Wasserversorgung und diese wälzt sich seither durch die ganze Welt. Ein Beispiel zeigt London: Damals gab es 10 regionale Wassergesellschaften in England und Wales. Diese 10 Gesellschaften wurden privatisiert. 10 private Monopolgesellschaften entstanden – zu extrem günstigen Bedingungen! Nicht nur war der Preis niedrig, sondern die Unternehmen wurden vorher entschuldet und mit Betriebskapital versehen. Außerdem wurden den Anteilseignern Vergünstigungen bei der Besteuerung der Gewinne zugestanden. Die Privatisierung führte zu stark steigenden Wassergebühren für die Kunden und nicht nur das, für die Instandsetzung der Rohre ist kein Geld da.

Auch in Portugal wurde, nachdem das Land in eine finanzielle Krise geraten war, dass Wasser privatisiert. Mittlerweile haben chinesische Konzerne das kostbare Gut übernommen. Nicht anders in Griechenland: Die Privatisierung war ein Teil des Programms, um von der EU finanzielle Hilfe zu bekommen.

Wasser ist ein Menschenrecht und kein Wirtschaftsgut – so sollte es sein, ist es aber nicht.

WASSER: FIT FÜR FINANZEN? Als Rohstoff besaß Wasser anders als die meisten Rohstoffe – noch keinen Marktwert.

Im Original: Fit to Finance? – World Water Council – ist ein Bericht vom April 2015!  Jetzt schauen Sie sich bitte die sogenannten Experten an, dann werden Sie feststellen, dass außer den jeweiligen Entwicklungsbanken der Länder Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas auch Nestlé, Blackrock, der französische Wasserversorgungskonzern Veolia und die Weltbank dieses „Papier“ ausgearbeitet haben. Sie haben nicht einmal 20 Jahre gebraucht, um sich den Rohstoff Wasser unter den Nagel zu reißen.

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Der World Water Council interessiert sich seit langem für die Finanzierung der Wasserinfrastruktur. Der Rat war maßgeblich an der Gründung des Camdessus beteiligt. Michel Camdessus ist ein französischer Ökonom und Ehrenpräsident der Banque de France – 1984 wurde Camdessus Gouverneur der Banque de France und von 1987 bis 2000 Direktor des Internationalen Währungsfonds.

Michael Camdessus ist der Ansicht: „Der Verbraucher hat noch nie die ‚Gesamtkosten‘ seines Wassers bezahlt und nirgendwo auf der Welt zahlt der Landwirt für sein Wasser eine Summe, die auch nur die Kosten der Ressource deckt.“

Auf die Frage, wie es mit der Privatisierung stehe, meinte Camdessus zwar, das sei nicht sein Problem, sagte aber dann: „Wasserdienstleistungen sind ‚im Allgemeinen‘ öffentliche Versorgungsleistungen, doch heute müssen sie mit dem Privatsektor organisiert werden, weil nur er in der Lage ist, die nötigen Investitionen am kostengünstigsten und effizientesten zu erbringen.“

Der Raubbau des kostbaren Gutes – WASSER – wurde auf der Konferenz von Dublin 1992 „offiziell“ zum „Wirtschaftsgut“ erklärt!

Die Dubliner Erklärung und Agenda 21 1992 war ein wichtiges Jahr für die internationale Süßwasserpolitik. Auf der »Internationalen Konferenz über Wasser und Umwelt« in Dublin, einer vorbereitenden Sitzung zum Erdgipfel von Rio de Janeiro, wurden in der sogenannten »Dubliner Erklärung« vier Leitprinzipien für einen Umgang mit Süßwasser formuliert:

  • Süßwasser ist eine begrenzte und verwundbare Ressource,
    die wesentlich für den Lebenserhalt, die Entwicklung
    und die Umwelt ist.
  • Wassermanagement soll Nutzer, Planer sowie politische
    Entscheidungsträger auf allen Ebenen einbeziehen.
  • Frauen spielen eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung,
    dem Management und dem Schutz von Wasser.
  • Wasser hat einen wirtschaftlichen Wert und soll wie
    ein Wirtschaftsgut behandelt werden!

Parallel zu den Aktivitäten im Rahmen der Vereinten Nationen wurde 1996 der Weltwasserrat mit Sitz in
Marseille gegründet (www.worldwatercouncil.org/).

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http://www.worldwatercouncil.org/en/world-water-forum

Der Weltwasserrat veranstaltet alle drei Jahre ein Weltwasserforum an unterschiedlichen Tagungsorten
mit umfassender Beteiligung der internationalen Staatengemeinschaft sowie der Vereinten Nationen. Auf dem 1. Weltwasserforum (1997) wurde die Erarbeitung einer globalen Wasservision für das 21. Jahrhundert vereinbart, die dann auf der Folgekonferenz in Den Haag im Jahr 2000 unter dem Titel »World Water Vision: Making water everybody’s business« vorgelegt wurde.

Als »wichtigste Politikempfehlung« wurde die Einführung von Preisen für Wasser genannt (zur Kritik siehe Stadtler & Hoering 2003 – Das Wasser-Monopoly: Von einem Allgemeingut und seiner Privatisierung )

Bei der Gestaltung einer nachhaltigen Wasserpolitik soll nach den Vorstellungen der Vision privates Kapital die Belastung der öffentlichen Haushalte reduzieren. Um die Vision des Weltwasserrates zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der globalen Süßwasserressourcen umzusetzen, wird bis 2025 ein jährlicher Investitionsbedarf von 180 Mrd. US-Dollar veranschlagt (Cosgrove & Rijsberman 2000). Die Zahlen sind einfach aus der Luft gegriffen ….

Dass Wasser ein Gemeingut ist, das der ganzen Menschheit gehört, wird heute kaum jemand mehr bestreiten wollen. Aber auf die gewählten Begriffe kommt es an.

Der Wasserexperte der Weltbank, John Briscoe, hat in seiner Eröffnungsrede zum 4. Weltwasserkongress im September 2004 in Marrakesch festgestellt, dass man Wasser als „Wirtschaftsgut“ behandeln müsse. Solange sich diese Sichtweise nicht durchsetze, werde sich das Problem der Unterversorgung nicht lösen lassen.

Anfang 2014 erhielt John Briscoe den Stockholm Water Prize – den „Nobelpreis für Wasser“ – für „beispiellose Beiträge zum globalen und lokalen Management von Wasser – Beiträge zu weiten thematischen, geografischen und institutionellen Umgebungen – die das Leben und den Lebensunterhalt von Millionen von Menschen weltweit verbessert haben. Noch Fragen?

Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt ist der Privatisierung der weltweit wichtigsten Ressource Wasser Tür und Tor geöffnet worden

Längst bemächtigen sich Wirtschaftsunternehmen der immer knapper werdenden Ressource Wasser. Das Geschäft mit dem Wasser ist in vollem Gange. Wasser ist das wichtigste Gut auf unserer Erde. Wasser ist durch nichts in der Welt zu ersetzen. Ohne Wasser ist keinerlei Leben möglich.

In Europa haben Slowenien und aktuell Österreich das Trinkwasser in der Verfassung verankert. Das Trinkwasser darf nicht privatisiert werden, wann folgen die anderen Länder?

von Doro Schreier

BMW: Niemand will Elektroautos

Elektroautos gäbe es nur aus »regulatorischen Gründen«, sagt der Entwicklungsvorstand von BMW, nur aufgrund staatlicher Zwangsmaßnahmen. Autohersteller können die CO2-Grenzwerte nur einhalten, wenn sie in ihren Flotten elektrische Autos aufführen.

imago images / Sven Simon Klaus Fröhlich (Mitglied des Vorstands BMW AG, Entwicklung)

Europäische Verbraucher wollen keine Elektroautos. »Wir könnten jedem ein elektrifiziertes Fahrzeug liefern, aber niemand wird es kaufen!« Das sagt nicht irgendwer, sondern der Entwicklungsvorstand von BMW, Klaus Fröhlich. BMW-Chef Harald Krüger setzt zwar die Ziele hoch: »Wir wollen von 2013 bis 2019 500.000 Elektrofahrzeuge verkaufen und dann einen Gang höher schalten. Bis 2021 wollen wir das doppelte Volumen an Elektrofahrzeugen verkaufen und dann jedes Jahr 30 Prozent mehr als im Vorjahr.«

Krüger: »Wir haben zwei klare Ziele: Den elektrischen Antriebsstrang der fünften Generation, der ohne Seltene Erden entwickelt wurde, und ab nächstem Jahr werden alle unsere Produktionsstätten zu 100% mit erneuerbarer Energie versorgt.«

Doch BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich warnte gleichzeitig vor zu hohen Erwartungen: »Batterieelektrische Autos werden in Europa nicht nachgefragt, und Verbrennerautos wird es noch 30 Jahre lang geben.« Europäische Verbraucher zeigten nämlich kein Interesse an Elektroautos. Er wurde vor einem »geschockten Publikum«, wie Forbes berichtet, sogar noch deutlicher: »Es gibt keine Kundenwünsche für batterieelektrische Autos. Keine!«

Diese Autos gäbe es nur aus »regulatorischen Gründen«, also nur aufgrund staatlicher Zwangsmaßnahmen. Die Autohersteller können die CO2-Grenzwerte nur einhalten, wenn sie in ihren Flotten elektrische Autos aufführen. Die werden tatsächlich mit »Null« Ausstoss CO2 aufgelistet. Doch sie sind nichts anderes als Ablassbriefe, die den umweltsünderischen Autoherstellern Nachlass der auferlegten Strafen gewähren. Umweltbewegte Autofahrer wiederum können damit leichter Vollkasko fahren.

Dass nicht mehr Elektroautos auf den Straßen herumfahren, liege nicht an der Autoindustrie, betonte BMW-Mann Fröhlich: »Wir könnten Europa überfluten und eine Million e-Autos verkaufen, aber die Europäer werden diese Dinger nicht kaufen.«

Nur in einigen Regionen würden bisher batterieelektrische Autos gekauft, dort, wo genügend staatliche Fördermittel flössen. Wo es diese in größerem Umfang gebe, würden Elektroautos gut angenommen. Fröhlich: »Wir starteten bereits am 15. Oktober 2004, und ich war der Leiter des e-Auto-Programmes. Es war der Beginn der Elektrifizierung. Das Lernauto war ein Mild-Hybrid.«

Es folgten Elektroversionen von Minis und BMW Modellen, dann trat BMW im Jahre 2013 mit seinem neuen eigenständigen i3 auf. Er war von 2013 bis 2018 einer der drei meistverkauften BEVs. Er wird aber nicht ersetzt werden, wenn seine Produktion 2022 endet.

»Wir drückten e-Autos in den Markt, doch keiner wollte sie«, resümiert Fröhlich. Die Europäer hätten zudem nicht so viele Autos in ihrer Garage stehen wie etwa ein BMW-Kunde in Amerika.

Dort stehen Elektroautos als Drittwagen. Für die weiteren Strecken wird der Benziner genommen.

Elektroautos könnten zudem noch teurer werden, befürchtet Fröhlich. Es werden mehr Batterien nachgefragt und die Preise für einige notwendige Materialien werden weiter nach oben getrieben. Die Elektrifizierung sei »overhyped“, wie Fröhlich sagte.

Seenotrettung und die seltsamen Rituale der Völker

Seawatch: Credentino 2016-01: Flüchtlingsboote beim Ablegen schon in Seenot

von Dushan Wegner

Promis, die es wenig betrifft (und erschreckend viele Gehirngewaschene), machen sich für illegale Immigration stark (sie nennen es »Seenotrettung«) – derweil trauen sich die Bürger, die all diese Moral finanzieren sollen, kaum noch ins Freibad.

Diese Götter! Wir selbst haben sie geschaffen. Wir selbst haben ihnen den Zorn angedichtet und die Gerechtigkeit aufgemalt. Wir selbst haben ihnen die heiligen Worte in den Mund gelegt und den heiligen Zorn ins Herz, ihr heiliges Wollen ist unser heimliches Wollen, und so wollen sie unser Opfer, um für einen Tag oder vielleicht sogar ein Jahr ihren gerechten Zorn zu stillen.

Die Azteken aßen gerne Mais, und sie machten sich Sorgen um die Maisernte. Die Priester der Azteken, als man sie fragte, was ob der Maisernte getan werden könne, riefen »Wir schaffen das!« und opferten einen Kriegsgefangenen an Xipe Totec, den aztekischen Gott der Landwirtschaft und des Leidens. Das Opfer – wohlgemerkt: ein Mensch – wurde gefesselt und mit Pfeilen beschossen. Das Gesicht des Opfers wurde dann vom Priester als Maske getragen und die Haut als Mantel, bis sie ausgetrocknet war und beim Gehen knarzte.

Schon die Azteken waren – wer wäre es nicht? – um den Klimawandel besorgt, wenn ein besonders trockener »Klimasommer« ins Haus stand, sahen sie keinen anderen Ausweg, als dem Regengott Tialoc einige Kinder zu opfern. Man hielt Kindertränen für magisch verbunden mit den Regentropfen, und da war es natürlich unabdingbar, die Kinder ein klein wenig zu foltern, damit sie weinten. Anschließend sperrte man die Kleinen in Käfige, wo sie verhungerten, oder man pfählte einfach – was tut man nicht alles für die Moral und das Klima!

Ach, der Opfer waren viele! Manche Opfer wurden mit Drogen betäubt und zu Ehren des Feuergottes Huehueteotl verbrannt, den Göttinnen Teteoinnan und Tlazolteotl wurden gehäutete Frauen geopfert.

Aus der zeitlichen wie kulturellen Entfernung betrachtet ist es immer wieder überraschend, zu welcher Grausamkeit – und Dummheit – die Menschen fähig sind, wenn sie fest glauben, im Besitz einer magischen »Haltung« zu sein, die alle ihre Meinungen zu wahren Aussagen macht und alle ihre Handlung absolut moralisch rechtfertigt. (Zur weiteren Lektüre über die Opfer der Azteken empfiehlt sich etwa Der Spiegel 22/2003.)

Schlägerei am Pommesstand

Sei es das Knochenorakel, das Eierorakel oder die geworfenen Münzen des I-Ging, seit jeher haben Menschen sich darin geübt, symbolhafte Dinge vor sich auf den Tisch oder den Boden zu werfen, und aus der Anordnung eine Wahrheit herauszulesen. Wenn wir schon vom Orakeln und der Suche nach Erkenntnis reden, dann lassen Sie uns die Nachrichten des Tages werfen, wie man Muscheln oder Würfel werfen würde, und dann wollen wir prüfen, ob sich das, was nebeneinander liegt, aus seinen inhärenten Eigenschaften heraus zu einer neuen Form und zu neuem Wissen verbindet.

In einer Nachricht lesen wir heute:

Statt 40.000 Migranten wurden nur 20 zurückgeschickt (…) Weiterhin registrieren die Behörden pro Monat mehr als 10.000 Asylsuchende in Deutschland. (…) Vom Hardliner Seehofer, der der Bundesregierung einst eine „Herrschaft des Unrechts“ an der Grenze vorwarf, kann keine Rede mehr sein. (welt.de, 30.6.2019)

Soso! – Weiter im Nachrichtenorakel! In Deutschland wird derzeit Rudy Carrells sehnliche Frage, wann es endlich wieder Sommer würde, auf sonnigste Weise beantwortet. Es wäre eigentlich alles wunderbar, ein traumhafter Sommer voller Eisessen und Spaß im Freibad, wären da nicht die »jungen Männer«. Stellvertretend für viele weitere Meldungen, hier nur diese:

An einem Pommes-Stand im Freibad an der Hullerner Straße kam es am Dienstag gegen 18.00 h zu einem Polizeieinsatz, weil mehrere Gäste aufeinander eingeschlagen haben. Der Polizei wurde eine Schlägerei zwischen 10 bis 20 Personen gemeldet. (…) Eine umfassende Befragung aller Beteiligten konnte vor Ort ohne Dolmetscher nicht erfolgen. (Polizeimeldung via presseportal.com, 26.6.2019; siehe auch tichyseinblick.de, 29.6.2019)

Manchmal wieder wird bei diesen Meldungen verschämt von einer »Klientel« gesprochen. Man hört, dass es sich dieses Jahr deutlich verschlimmert hat (siehe etwa schwarzwaelder-bote.de, 28.6.2019, spiegel.de, 30.6.2019). Wie zu Zeiten des Kommunismus lernt der Bürger, zwischen den Zeiten zu lesen. Die Freiheit des Bürgers schwindet, doch die Eliten und ihre gehirngewaschenen Fans kümmert es wenig. Man darf zuverlässig vermuten: Es sind nicht die schlimmen »Rechtspopulisten« mit ihren Kindern, wegen derer die Polizei anrückt und die Schwimmbäder vorzeitig schließen.

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Freibad Quelle Facebook Heinz E. 2019 in einem deutschen Schwimmbad. Der Bademeister wird mit einem Schuh angegriffen. Werte Frau Bundeskanzlerin, greifen Sie ein, beschützen Sie unsere verantwortungsbewussten Bademeister, Ihr Wort gilt : ‚Wir schaffen das‘ !

Die Zahl Drei gilt seit jeher als eine heilige Zahl, schließlich ist es die optimale Zahl für die Füße eines stets stabilen Schemels und die größte Anzahl von Dingen, die der Mensch ohne Nachzuzählen und ohne Muster (wie die Punkte-Muster auf einem Würfel) erkennen kann, daher also eine dritte Meldung im Nachrichtenorakel, doch diese dritte Meldung ist etwas komplizierter – wir sind ja keine Journalisten, wir wollen verstehen, wovon wir reden.

Willkommen in Europa M.

Frontex, die Grenz- und Küstenwache der EU-Staaten, welche die EU-Außengrenzen schützen soll (wenn sie darf), hat jüngst ein aus der Luft gedrehtes Video geschossen, das uns zeigt, wie manche der angeblichen »Flüchtlinge« auf dem Mittelmeer tatsächlich dorthin gelangen. Ein wohl nicht ganz billiger Kutter schleppt ein kleines Holzboot aufs offene Meer, dann steigen Migranten, teils in Schwimmwesten, wohlorganisiert auf das Holzboot, und das Holzboot wird vom Kutter getrennt und in die angebliche »Seenot« geschickt (@Frontex, 22.6.2019 – da wir nicht beim Staatsfunk sind, hier auch die Gegenthese: Die nach meiner Einschätzung stramm linksglobalistischen sogenannten »Faktenchecker« von Correctiv haben einen Text dazu geschrieben, warum das, was wir sehen, nicht das ist, was wir sehen, siehe correctiv.org, 28.6.2019).

Man muss nicht lange rätseln, was die Absicht einer solchen auf den ersten Blick widersinnigen Aktion ist. Die Migranten haben vermutlich die Schlepper dafür bezahlt, aufs offene Meer in angebliche »Seenot« gebracht zu werden, damit einer der westlichen sogenannten »Seenotretter« sie aufsammelt und in die lebenslange Vollversorgung eines europäischen Sozialsystems bringt – mit dem Traumziel Deutschland.

Seawatch: Credentino 2016-01: Flüchtlingsboote beim Ablegen schon in Seenot

Eine der Organisationen, die gelegentlich mit angeblicher »Seenotrettung« in die Schlagzeilen geraten, heißt »Sea Watch«.

Sie geben nur vor, dass sie einfach nur Menschen aus Seenot retten wollen, doch betrachten wir, was sie noch sagen.

Wir lesen:

Unter den Jungs, die wir an Bord getroffen haben, ist auch M.

Trotz aller Schwierigkeiten gelang es ihm, diese Etappe seiner Reise abzuschließen.

Wir wünschen ihm, dass er seine Träume verwirklichen kann.

Willkommen in Europa, M!
#DefendSolidarity
(@seawatchcrew, 20.5.2019/ archiviert)

Da ist ganz offen von »Reise« die Rede, der Migrant soll »seine Träume verwirklichen« – und in einem Akt, der beinahe wie Amtsanmaßung anmutet, wird »Willkommen in Europa, M!« erklärt – in wessen Auftrag und Namen spricht diese NGO, welche Behörde hat sie beauftragt, illegale Einwanderer willkommen zu heißen? – Man hat das Gefühl, dass es schon lange nicht mehr um »Rettung« allein geht.

Aktuell wird berichtet, dass eine Kapitänin (Betonung auf dem Femininum) in Italien festgenommen wurde, weil sie ein Schiff dieser NGO trotz Verbot in Lampedusa anlanden ließ, mit 40 illegalen Migranten an Bord und beinahe ein Zollboot rammend (siehe etwa faz.net, 29.6.2019). – Das ist der Punkt, wo die dritte Meldung unseres Nachrichtenorakels einsetzt. – Wir lesen:

Breite Unterstützung aus Deutschland – Sowohl aus der Politik als auch von Prominenten erhält Rackete Unterstützung. Bereits am Freitag kündigte der Satiriker Jan Böhmermann auf Twitter an, der „Sea-Watch 3“-Besatzung helfen zu wollen. (welt.de, 30.6.2019)

Ich halte einen guten Teil von Böhmermanns Bewunderern in Feuilletons und der Politik für rückgratlose Opportunisten, denen es imponiert, dass einer so offen anti-freiheitlich auftreten kann und dabei seinen Reibach macht – seine »kleinen« Fans aber halte ich zum guten Teil für die »Generation Smartphone«, die das kohärente Denken für primitive Reizreaktionen drangegeben hat. Mit einem Böhmermann-Fan logisch zu argumentieren ist in etwa, wie mit mir auf Chinesisch zu reden – mit dem Unterschied, dass ich mir dessen bewusst bin, dass ich kein Chinesisch beherrsche und keinesfalls jemanden dafür beschimpfen würde, dass er des Chinesischen mächtig ist.

Man schämt sich als Deutscher geradezu dafür, wie Deutschland gar nicht mal mehr tut, als stünde das Recht zweifellos über der Tagesstimmung und Moblaune. Bundespräsident Steinmeier kritisiert Italiens Regierung dafür, dass sie Gesetzesverstöße konsequent ahndet (nein, das ist keine Übertreibung von mir, lesen Sie selbst: welt.de, 30.6.2019). Der deutsche Peinlichminister versucht nicht einmal mehr zu verhehlen, auf welcher Seite er steht, wenn linker Aktionismus gegen Recht und Ordnung stehen (@HeikoMaas, 29.6.2019). – Der Cicero-Autor Alexander Kissler schreibt in bitterem Humor:

Theoretisch wäre es auch denkbar, dass eine deutsche Regierung und ein deutscher Außenminister sich für die Gesetzesverstöße der deutschen „Sea Watch“ bei der italienischen Regierung entschuldigten. Theoretisch, wie gesagt. Rein theoretisch. (@drkissler, 30.6.2019)

Man muss kein Orakel befragen, um zu verstehen, dass es seltsame Zeiten sind, wenn das Selbstverständliche und Anständige wenig mehr als eine irreale Pointe darstellt.

Aus altem Wissen schöpfen

Um ein Orakel zu deuten, sei es das Kaffeesatz-Orakel, die Innereien eines geopferten Stieres oder das Nachrichtenorakel des Tages, ist es bewährte Gewohnheit, aus altem Wissen zu schöpfen um neues Wissen zu finden.

Wir lesen heute die schaurigen Berichte über die seltsamen Opfer-Rituale der Azteken, und wir meinen, es aus sicherer Distanz zu tun, historisch wie kulturell – und doch sollten wir, wie bei manchem vergangenem Massenwahn, immer auch fragen, wie viel von den Trieben, die jenen Wahn ermöglichten und anfachten, in uns selbst stecken mag, auch und gerade heute.

Es hat damals, bei den Azteken, durchaus auch Priester gegeben, die selbst im Rahmen ihrer Rituale etwas Blut ließen, und gelegentlich mussten sogar die Kinder von Adligen daran glauben, doch die Regel war wohl eine recht deutliche Rollentrennung: Die Priester opferten, die Opfer wurden geopfert, wer übrig blieb, der bekam ein Spektakel geboten und eine Story dazu geliefert, und, vor allem, er bekam die Zusicherung, dass durch das Opfer den Göttern (und damit der »Moral«) Genüge getan worden war.

Betrachten wir die Aufteilung der Rollen heute, in den Anfangsjahren der großen Migration!

  1. Es gibt eine reiche, gut konnektierte Elite, oft ohne demokratische Legitimation, die hinter und vor den Kulissen die zügellose Migration bewirbt. Die schiere Unmöglichkeit des Anliegens, potentiell über 1,2 Milliarden Afrikaner nach Deutschland zu bringen, kümmert diese Elite wenig. Sie scheinen sich kurzfristig einen Gewinn daraus zu erhoffen, Migration anzuheizen – und sie können sich locker eigene Pools im Garten leisten, Privatschulen für ihre Kinder – und ihre Häuser stehen schon längst hinter hohen, bewachten Mauern.
  2. Es gibt die Gehirngewaschenen, oft aus der »Generation Smartphone«, die statt selbst und logisch zu denken auf antrainierte Slogans und primitive Reize reagieren, Gesetze und Konsequenzen ignorierend, gehorsame Zombies, oft kinderlos (aber nicht immer, was dann grausam für die Kinder ist) und oft ohne nützliche Berufsqualifikation, oft irrational und hoch emotional, sehr leicht steuerbar selbst zu grausamsten Taten, immerzu sich danach sehnend, als williges Rädchen in der Masse aufzugehen.
  3. Es gibt die afrikanischen Immigranten, die von NGOs und globalistischen Populisten de facto eingeladen wurden und weiterhin werden – ich kann sie vollkommen verstehen, denn wer würde nicht die Armut der Krisengebiete Afrikas gegen All-Inclusive in Deutschland tauschen wollen, ich würde es genauso tun!! – das Problem ist aber, 1. dass das Verfahren unfair gegenüber den dortigen Schwächeren ist, die sich den Schlepper nicht leisten können, 2. dass die unbegrenzte Immigration via Schlepper und »Seenotretter« genau gar nicht nachhaltig ist, und 3. dass viele der Einwanderer in Kulturen und Denkweisen sozialisiert wurden, die eher »robuster« sind als unsere Zielkultur.
  4. Und schließlich gibt es die Bürger, in deren Wohnsiedlungen die illegalen Einwanderer aus Afrikas Krisengebieten abgeladen werden. Dies sind die Bürger, die sich auch im heißesten Sommer nicht mehr ins Schwimmbad trauen, die ihre Kinder lieber im Auto zur Schule fahren, die in die Stadt nur noch gehen, wenn es sich nicht vermeiden lässt, und die einen Park nach dem anderen verlieren, die ihrer Lebensqualität und ihrer praktischen Freiheit beraubt werden.

Die Politiker und Staatsfunk-Prominenten, welche in Wort und Tat theoretisch und praktisch die illegale Immigration fördern und fordern, werden die Konsequenzen ihrer Handlungen kaum ausbaden müssen. Die Propagandisten leben von Bodyguards und hohen Mauern geschützt. – Die Gehirngewaschenen, welche die unbegrenzte Immigration fordern, begreifen die Bedeutung ihrer eigenen Forderungen nicht. – Die Immigranten selbst kann man verstehen in ihrem Ansinnen, wenn es auch nicht zwingend ethisch ist, dass sie als die Stärksten ihre Heimat verlassen und die Schwächsten zurücklassen (manche »Flüchtlinge« fliegen immerhin im Urlaub aus Deutschland in ihre Heimat zurück). – Die Bürger aber, deren Heimat, Arbeit, Hoffnung und Freiheit geopfert werden, damit die ersten drei Gruppen ihre jeweiligen Ansinnen umsetzen können, die ließen sich mit jenen vergleichen, welche für die Gottheit und die Moral der Zeit geopfert wurden, teils metaphorisch, teils buchstäblich, und heute wie damals mit dem Messer.

Prüfen, ob es Wahn ist

Eine Zeit lang haben Historiker versucht, umzudeuten, was die Azteken trieben, wonach die gruseligen Berichte nur die Erfindungen missgünstiger Missionare gewesen sein sollen. Inzwischen finden sich genug Belege für die aus unserer Perspektive grausamen Rituale. Es hat sie gegeben.

Es wird dereinst politisch korrekte Historiker geben, welche eine politisch korrekte Umdeutung heutiger Ereignisse vorschlagen werden. Man wird sagen, der Westen habe doch nicht wirklich glauben können, es sei möglich, ohne verheerende Konsequenzen unbegrenzt Fremde aufzunehmen, die zudem in Teilen die Werte eben dieses Westens verachteten. Man wird den Wahn des Westens nur schwer nachvollziehen können. Wie so oft beim Studium ferner und vergangener Völker, wird man alles, was man an unserem heutigen Wahn nicht verstehen wird, mit rituellem Gebrauch und Aberglauben erklären. Es muss eine Gottheit gegeben haben, die wir besänftigen wollten, sonst wäre das alles ja nicht rational gewesen! So sind sie halt, die seltsamen Rituale der Völker.

Dem Wahnhaften kommt der Wahn »normal« vor, und es sind die anderen, die er für wahnhaft hält. – Wie prüfen wir, ob unsere eigene Deutung der Welt nicht wahnhaft ist?

Ich schlage eine einfache Prüfung vor: Denken wir durch, was am Ende des Weges, den wir gehen, stehen wird, was dort logisch stehen kann. Wenn Sie einen Realisten fragen, wie er sich seinen weiteren Weg vorstellt, wird er Ihnen einigermaßen durchdachte Erfolgsmöglichkeiten vorlegen, die Sie dann prüfen können. Wenn Sie einen Wahnhaften fragen, wie es auf seinem Weg weitergehen soll, wird er Ihnen leere magische Floskeln und Formeln vorlegen (»Wir schaffen das!«) und Ihnen die Berechtigung entziehen wollen, seinen Wahn zu hinterfragen (»Miesmacher!«, »Rechtspopulist«, »Ketzer« et cetera).

Schulen und Stadtteile, Parks und Freibäder

Diese Moral! Wir haben sie selbst geschaffen. Die große Moral, wie die Propaganda sie verkündet, lässt uns ihren Zorn spüren, wenn wir uns nicht dem Wahn unterwerfen, den sie als heilige Gerechtigkeit ausgerufen hat. Die Floskeln des Tages sind die neuen heiligen Worte, der Wahn des Tages gilt als »Haltung«, tief eingegraben in die wohltemperierte Seele der Gehirngewaschenen.

Die Gehorsamen akzeptieren als heiliges Wollen, was geheimnisvolle Strippenzieher ihnen als Wollen vorgeben. Die neue Moral will Opfer, wie die alte es auch tat, und die Propagandisten jagen die Gehirngewaschenen vor sich her, auf dass diese die Einfachen und Ehrlichen zwingen, sich und ihre Kinder, ihr Leben und ihre Freiheit opfern zu lassen.

Was ist denn der Zukunftsplan? Werden die Eliten und ihre zornige Lügenmoral denn befriedigt sein, wenn man diesen Rechtsbruch legitimiert, wenn man diese Gefahr hinnimmt, wenn man diese Ungerechtigkeit für gerecht erklärt? – Nein, werden sie nicht. Die Götter und die heilige Moral sind seit jeher gefräßig, sie wollen Jahr für Jahr neue Opfer.

Wir opfern Schulen und Stadtteile, Parks und Freibäder. Unsere Freiheit wird zum Opfer, doch wer ist der Gott und was die Moral, die besänftigt werden sollen?

»Du Opfer«, ist ein beliebtes Schimpfwort gegenüber denen, »die schon länger da sind«, den Schwächeren, und denen, die bewahren wollen, wofür sie so hart arbeiteten.

Wer zur Zeit der Opferungen unter den Azteken lebte, wer dort und dann einfach nur leben wollte, der hatte zwei Aufgaben: Er selbst musste erstens in wahnhaften Zeiten überleben, ohne selbst dem Wahn zu verfallen. Und, zweitens: Er musste nach Tricks und Auswegen suchen, nicht selbst zum Opfer zu werden.

Auf gewisse Weise sind wir heute dort, wo der einfache Azteke damals schon war. Es gilt: Akzeptiere, dass ein gefährlicher Wahn herrscht, doch verfalle ihm nicht. Und: Sei achtsam und geh lieber aus dem Weg, um nicht selbst zum Opfer zu werden.

Klimareligion: Die Jünger des Klimawandels sind unempfänglich für Fakten

Myron Ebell ist Direktor for Global Warming and International Environmental Policy am Competitive Enterprise Institute, einem Think Tank in Washington. Ebell hat sich die letzten 20 Jahre mit wenig anderem als Klimawandel, Ozonloch und Treibhausgasen beschäftigt. Heute gehört er zu denjenigen, die im Feld den größten Überblick über Politiken, Interessen und vor allem: Profiteure hat. Das zeigt sich schon darin, dass ihn Desmog zum Enemy No. 1 der Klimawandel-Anhänger ernannt hat.

Wir sind durch Zufall auf ein Interview gestoßen, das Ebell dem Herausgeber der Epoch Times Jan Jekielek gegeben hat. Wir kennen kein anderes Interview, in dem die Anomalien, die Fehler, die Widersprüche und der Versuch, die Öffentlichkeit mit der Klimareligion zu täuschen, so komprimiert und klar zum Ausdruck gebracht wird. Deshalb haben wir uns entschlossen, dass Interview unseren Lesern zugänglich zu machen. Da es sich um ein Interview in englischer Sprache handelt, haben wir die wichtigsten Stellen für die Leser zusammengefasst, die der englischen Sprache nicht mächtig sind.

Ein Teaser vorab:

And you’ve got some other people who are not beneficiaries of this vast and very powerful and well-funded effort who were out there saying, hey, wait a minute, the emperor has no clothes. When you look at the actual data, it contradicts, it falsifies what the models have predicted. And, therefore, who are you going to believe? Predictions by scientists or data provided by scientists? And so I think this is a debate really about whether science is going to continue to be corrupted in the way it has, or whether the science will have to come back and say, hey, the reality is when we look at the data, our fantasies, our model projections just don’t match the reality.

Übersetzung: Und dann gibt es einige Andere, die nicht von der sehr gut finanzierten Klimawandel-Hysterie profitieren und sagen: Hey, der Kaiser hat ja gar keine Kleider an. Wenn man die Daten betrachtet, dann widersprechen, dann falsifizieren die Daten, was die Klimawandelmodelle vorhergesagt haben. Und wem wollen wir glauben: Den Vorhersagen von Wissenschaftlern oder den Fakten, die Wissenschaftler berichten? Ich glaube, die Debatte ist eine Debatte darüber, ob es für die Wissenschaft möglich ist, weiter in dieser korrupten Weise zu funktionieren oder ob es ein Umdenken dahingehend gibt, dass Wissenschaftler wieder die Realität zur Kenntnis nehmen und sagen: Unsere Phantasie, unsere Modelle passen einfach nicht zur Realität.



Thesen und Aussagen, die Ebell im Interview aufstellt und belegt:

Klimawandel ist keine Krise und schon überhaupt kein Grund, einen Klimanotstand auszurufen.

Das Klima wandelt sich ständig. Die Frage ist: Haben Menschen einen Anteil am Klimawandel. Die Daten der letzten Jahrzehnte zeigen eine moderate, geringfügige Erwärmung, die vielleicht Ergebnis menschlicher Aktivität sein kann. Ob allerdings CO2 mit einem Anteil von rund 400 Teile per Million Teile (ppm) einen entscheidenden Beitrag zum Klimawandel leistet, ist ungewiss und eher fraglich. Die Fakten weichen hier erheblich von dem ab, was Klimaalarmisten erzählen.

Die Klimamodelle haben generell erhebliche Veränderungen des Klimas vorhergesagt. Davon ist nichts eingetreten. Es gibt keinen Trend zu mehr tropischen Stürmen, keinen Trend zu mehr Überschwemmungen, wir sehen bestenfalls eine moderate Temperaturveränderung. Aber: Der Anstieg von CO2 in der Atmosphäre hat die Erde grüner gemacht. Es gibt mehr Pflanzen, die Nahrungsproduktion ist einfacher, der Pflanzenreichtum als Grundlage alles Lebens auf der Erde Letzterem förderlich.

NASA-Daten zeigen, seit 1982 ist die Erde grüner geworden, CO2 sei Dank! Mehr dazu: NASA

Von der Erzählung, es gebe einen menschengemachten Klimawandel, profitiert eine Klimawandel-Industrie. Wenn Global Warming tatsächlich eine Krise wäre, dann würde man nicht Wind- und Solarparks bauen. Beides sind ineffiziente Technologien. Die einzigen grünen Technologien, die die Stromversorgung zuverlässig sicherstellen und den CO2-Ausstoss reduzieren, sind Kernenergie und natürliche Gasreserven (Shellgas). Beide Energieformen werden von der Klimawandel-Industrie abgelehnt.

Ineffiziente Technologien, Wind- und Solarenergie werden gebaut, weil:

  1. Hersteller profitieren: Sie können eine Technologie mit hohen Subventionen absetzen, die ohne staatliche Alimentierung keine Nachfrage auf dem Markt finden würde;
  2. Politiker profitieren: Sie nutzen den Klimaalarmismus, um mehr Kontrolle und Macht über ihre Bürger zu gewinnen, um mehr Überwachung individueller Lebensführung durchzusetzen;
  3. Opportunistische Wissenschaftler profitieren: Sie erhalten staatliche Fördergelder und befördern ihre Karriere dadurch, dass sie erforschen, was gewünscht wird;

In den letzten Jahren wurde die Terminologie umgestellt. Statt von Global Warming wird jetzt von Klimawandel gesprochen. Es wurden Studien durchgeführt, die gezeigt haben, dass Bürger durch den Begriff „Klimawandel“ eher in Angst und Schrecken versetzt werden können, eher davon überzeugt werden können, dass es so etwas gibt, als durch den Begriff „Globale Erwärmung (Global Warming)“.

Klimawandel ist eine Religion, denn die Behauptungen derer, die den Klimawandel herbeireden, stehen gegen die Fakten. So war man vor 20 Jahren der Ansicht, das Klima der Erde reagiere empfindlich auf den CO2-Anteil. Neue Ergebnisse zeigen dagegen, dass der CO2-Anteil weitgehend klimaneutral ist. Viele, die an den Klimawandel glauben, wollen daran glauben, entgegen aller Fakten. Die Säkularisierung des letzten Jahrhunderts hat ein Vakuum geschaffen, das viele Menschen nun, nachdem sie den Glauben an einen Gott aufgegeben haben, durch den Glauben an den Klimawandel ersetzt haben, und das macht sie dann unempfänglich für Fakten. Deshalb: Klimareligion.

Dramatische Entwicklung bei Arbeitsplätzen in der Autoindustrie

Die Zeiten des ungebremsten Wachstums in der Autoindustrie scheinen vorbei. Die Umsätze werden in den nächsten zwei bis drei Jahren rückläufig sein, prognostiziert das Beratungsunternehmen Alix Partners in seiner neuen Studie »Global Automotive Outlook 2019«.

Klima- und Abgashysterie sowie Fahrverbote hinterlassen immer deutlichere Spuren in der deutschen Autoindustrie. Jetzt schlug Audi Alarm. Audi hat einen »schlechten Wirkungsgrad«, formulierte Audi-Finanzvorstand Alexander Seitz auf einer Betriebsversammlung in der vergangenen Woche. Er schwor die Belegschaft auf einen harten Sparkurs ein, wie es in der entsprechenden Nachricht hieß. Deutlicher wurden Insider, die schätzen, dass bis 2025 bis zu 10.000 der derzeit 60.000 Arbeitsplätze an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm wegfallen dürften.

Die Produktionsauslastung liege nur noch bei 64 Prozent und die Kapitalrendite bei 10 Prozent. Die habe vor wenigen Jahren noch bei 35 Prozent gelegen. Seitz: »Das, was wir reinstecken und das, was wir rauskriegen, passt nicht mehr!« Betriebsbedingte Kündigungen solle es nicht geben, eine Beschäftigungsgarantie solle bis 2025 gelten. Freiwerdende Stellen würden nicht mehr besetzt. Der Betriebsrat forderte eine Verlängerung der Beschäftigungssicherung bis zum Jahre 2030.

Im benachbarten Autoland Baden-Württemberg sieht es ähnlich bedrohlich aus. »Jeder zweite Arbeitsplatz im produzierenden Bereich ist gefährdet«. Das verkündete ziemlich ungerührt Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Die bekleidet gerade den Posten der Wirtschaftsministerin des Autolandes Baden-Württemberg und kritisiert nicht etwa jene Politik der Wende zu mehr Elektroautos, sondern dass die Autohersteller nicht schon mehr Elektroautos anbieten. Dann wäre die Verkehrswende schon deutlich weiter.

In einem Interview antwortet sie ziemlich mystisch auf die entscheidende Frage, was passiere, wenn sie den Umstieg aufs Auto nicht hinbekommen: »Wir können den Wandel erfolgreich gestalten, das hat unsere Industrie in der Vergangenheit schon bewiesen. Je schneller die Transformation erfolgt, umso ambitionierter wird das. Wenn 2030 jedes zweite verkaufte Auto ein reines E-Auto sein sollte, ist laut einer Studie jeder zweite Arbeitsplatz im produzierenden Bereich gefährdet.«

Ihr kommen bereits mühelos jene Narreteibegriffe von der »Transformation der Autoindustrie« über die Lippen, wenn sie kritisiert, dass die Autoländer Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen nicht bei jenem ominösen neuerlichen Autogipfel im Kanzleramt vergangener Woche dabei waren: »Denn die Länder wissen sehr genau, worauf es bei der Transformation der Autoindustrie ankommt.«
Es kommt also auf mehr Kohle vom Steuerzahler an: »Die Transformation erfordert erhebliche Investitionen.« Hoffmeister-Kraut sieht die Forderungen der IG Metall nach milliardenschweren Zuschüssen für Autozulieferer jedoch kritisch: »Wer jetzt schon über Rettungsfonds für Zulieferer redet, verschlimmert die Lage eher.«
Launig die weitere Frage des Reporters der Wirtschaftswoche: »Die Autoindustrie gerade auch in Baden-Württemberg ist geschockt vom schnellen Vormarsch des E-Autos. Dabei beraten Politik und Industrie seit 2008 in der Nationalen Plattform Elektromobilität und anderen Gremien den Umstieg. Wer hat tiefer geschlafen – die Industrie oder die Politik?«

Selten sieht man so viel Entrücktheit. Gestandenen Autoingenieuren ist klar, dass das mit der Elektromobilität nix wird. Sie fürchten eher den Absturz des Autolandes Baden-Württemberg und ihrer Unternehmen. Und vermutlich auch die entsetzlichen Phrasen einer Frau, die immerhin Wirtschaftsministerin dieses Landes ist: »Wir brauchen für alles viel zu lange, während andere Staaten Fakten schaffen. Es geht im Moment auch um einen Wettbewerb der Systeme und es wird Zeit, dass wir zeigen, dass wir die Zukunft kraftvoll gestalten.«

Nach solcherlei Unsinn der finale Firlefanz: »Erschwerend kommt hinzu, dass die Kunden die neue Technologie nur zögerlich annehmen, weil sie darin offenbar noch Nachteile sehen.« Das verwundert, zumal Hoffmeister-Kraut Diplomkauffrau und Gesellschafterin des Waagenherstellers Bizerba ist. Von daher müsste sie eigentlich wissen, dass Hersteller das produzieren, was Kunden wollen und auch kaufen.

Sie hat jedenfalls den Eindruck, dass die Autobauer versuchen, die Dinge ins Lot zu bringen: »Da ist auch ein bisschen Demut zu spüren.«

Gediegener hören sich die Warnsignale aus dem Mund von Unternehmensberatern an: »Die Zeiten des ungebremsten Wachstums in der Autoindustrie scheinen vorbei zu sein. Die Umsätze werden in den nächsten zwei bis drei Jahren rückläufig sein, prognostiziert das Beratungsunternehmen Alix Partners in seiner neuen Studie »Global Automotive Outlook 2019«.

Für die Studie haben die Berater in den vergangenen Monaten die Bilanzen von mehr als 300 Autoherstellern und -zulieferern ausgewertet sowie eine Vielzahl von Experten-Interviews und Verbraucher-Umfragen durchgeführt. Wichtige Märkte wie Europa sollen demnach mit einem prognostizierten jährlichen Wachstum von 1,0 Prozent bis 2026 in den »Leerlauf« schalten.

Gleichzeitig wollen Autohersteller in den kommenden fünf Jahren die gewaltige Summe von 202 Milliarden Euro in Entwicklung, Produktion und Vermarktung der Elektroautos investieren. Etwa 43 Milliarden sollen in die Entwicklung von autonomen Systemen fließen. Doch nicht jeder Hersteller wird das leisten können, zumal der E-Antrieb ein erhebliches Risiko biegt: Was, wenn die gepriesene Kundschaft so weiter macht wie bisher und keines dieser e-Autos kaufen will?

Auch in der Stahlindustrie sind künftige Verwerfungen bereits spürbar. Der Betriebsrat von ThyssenKrupp warnt vor Einschnitten beim Stahl: 6.000 Stellen drohen beim Konzernumbau verloren zu gehen. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Thyssenkrupp Steel Europe, Tekin Nasikkol, sagte nach einer Betriebsversammlung in Duisburg: »Wer jetzt den Rotstift ansetzt und dabei unsere Beschäftigten, unsere Anlagen oder gar Standorte im Fokus hat, wird auf deutliche Ablehnung stoßen«.

Ford streicht 12.000 Stellen in Europa, schließt fünf Fabriken und verpasst sich neue Strukturen. Ziel: eine höhere Rentabilität.